OWL 2025 - Neue Ansätze für die Zukunft der Region

In einem breiten Beteiligungsprozess entwickelt die OstWestfalenLippe GmbH im Projekt OWL 2025 gemeinsam mit zahlreichen Partnern neue Ansätze für die Regionalentwicklung der Zukunft. Wichtige Handlungsfelder sind die Bereiche Innovation, Bildung, Gründung und digitale Infrastruktur. Für Unternehmen der wichtigsten regionalen Wirtschaftsbranchen werden zudem neue Unterstützungsangebote entwickelt und erprobt. Im Rahmen des Digitalgipfels OWL 2020 am 30.11.2020 im Systemzentrum der GOLDBECK GmbH wurden nun erste Projektergebnisse vorgestellt und gemeinsam mit Expert*innen aus den Bereichen Industrie, Bildung, Gesundheit und Bauwirtschaft diskutiert.

OstWestfalenLippe ist bei der digitalen Transformation der Wirtschaft bereits gut aufgestellt. Rudolf Delius, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe GmbH erläutert: „Mit dem Spitzencluster it‘s OWL, der REGIONALE 2022 „UrbanLand OWL“, der Digitalen Modellregion OWL und der Initiative OWL 4.0 bündeln Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung ihre Kräfte. Gemeinsam erarbeiten sie unter anderem Lösungen und Unterstützungsangebote für den Mittelstand. Auf dieser Grundlage wollen wir mit dem Projekt OWL 2025 neue Ansätze für die Regionalentwicklung der Zukunft auf den Weg bringen. Dafür braucht es neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderungseinrichtungen, Kammern, Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Gebietskörperschaften und weiteren Organisationen.“

Trends analysieren und Herausforderungen identifizieren

Im Rahmen des Projekts wird untersucht, inwiefern sich gesellschaftliche Megatrends wie der demographischer Wandel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Wertewandel auf die Wirtschaft auswirken. Dazu werden Branchenstudien und Trendreports ausgewertet sowie zahlreiche Expertengespräche und Workshops durchgeführt. Innovation, Bildung, Gründung und digitale Infrastruktur kristallisieren sich dabei als wichtige Handlungsfelder heraus. Industrie, Bauen und Gesundheit sind und bleiben auch zukünftig die wichtigsten Branchen für OWL. In diesen Querschnittsthemen und Wertschöpfungsketten werden gemeinsam mit Expert*innen und Partnerinstitutionen Handlungsempfehlungen herausgearbeitet und konkrete Projektideen entwickelt.

Auf dem Digitalgipfel OWL diskutierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Industrie, Bauen, Gesundheit und Bildung mögliche Ansätze für die Region. In einer Videobotschaft lobte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart die zahlreichen digitalisierungsbezogenen Aktivitäten in Ostwestfalen-Lippe. Er sehe die Region als wichtigen Treiber für die Umsetzung der Digitalstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen:

„Digital aufgestellt zu sein ist von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche Schlagkraft einer Region. Ostwestfalen-Lippe zeigt, wie es gehen kann: Durch Verknüpfung wichtiger Themen wie Innovation, Bildung, Gründung und digitale Infrastruktur entwirft das Projekt OWL 2025 neue Ansätze für eine zukunftsorientierte Regionalentwicklung.“

Innovationsverbund, 5G-Leuchttürme und Quantentechnologien

Für die weitere Projektarbeit ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte. Erste Ansätze und Ideen konnten bereits entwickelt werden. Durch einen Innovationsverbund OWL sollen beispielsweise Unterstützungsangebote für den Mittelstand gebündelt, intensiviert und erweitert werden. Dabei geht es auch darum, Start-ups und Digitalunternehmen einzubinden und neue Instrumente für die Innovationsunterstützung zu entwickeln. Darüber hinaus soll OWL als Modellregion für die digitale Transformation der beruflichen Bildung weiter entwickelt werden, in der neue Ansätze des digitalen Lernens und der ortsnahen Beschulung im ländlichen Raum angegangen werden. Um den Unternehmen auch zukünftig eine optimale digitale Infrastruktur zu bieten, sollen Anwendungsfelder für den neuen Mobilfunkstandard 5G in den Bereichen Industrie, Bildung, Gesundheit, Mobilität und Smart City erforscht. In Leuchtturmprojekten soll die entsprechende Infrastruktur aufgebaut werden. Indem die Einsatzmöglichkeiten von Quantentechnologien erforscht werden, können zudem wichtige Impulse für die Zukunftsfähigkeit der Industrie entstehen. Robotik und Building Information Modelling sind wichtige Themen für die Bauwirtschaft, die in OWL gemeinsam angegangen werden sollen. Darüber hinaus wollen die Akteure einen virtuellen Marktplatz für digitale Lösungen im Baugewerbe aufbauen. Des Weiteren bietet das Umfeld der medizinischen Fakultät einen hervorragenden Nährboden für digitale Innovationen in der Gesundheitswirtschaft.

Wolfgang Marquardt, Prokurist der OstWestfalenLippe GmbH erläutert: „In den Expertengesprächen und Workshops entstehen viele gute Ideen, die wir jetzt gemeinsam mit den vielen Partnern in der Region konkretisieren wollen. Darauf aufbauend wollen wir 2021 eine Strategie für die wirtschaftsorientierte Regionalentwicklung der Zukunft erarbeiten.“

Die Videoaufzeichnung des Digitalgipfels OWL 2020 können Sie sich hier in voller Länge ansehen.

Diskutierten neue Ansätze für die Regionalentwicklung der Zukunft (v.l.n.r.): Jan-Hendrik Goldbeck (Geschäftsführender Gesellschafter von Goldbeck), Manuela Kupsch (Leiterin des Eigenbetriebs Schulen und Vorstand im Innovationszentrum Berufliche Bildung OWL), Wolfgang Marquardt (Prokurist OstWestfalenLippe GmbH), Prof. Dr. Claudia Hornberg (Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät OWL), Rudolf Delius (stellvertretender Vorsitzender Gesellschafterversammlung OWL GmbH), Thomas Seim (Chefredakteur Neue Westfälische) und Günter Korder (Geschäftsführer des Spitzenclusters it´s OWL). Foto: OWL GmbH, M. Adamski
Ansprechpartner
Nils Krenz
OstWestfalenLippe GmbH
T 0521 96733-288