Ausbildung 4.0 - Angebote für Auszubildende & Ausbildungsinteressierte

Auf einen Blick
  1. Zusatzqualifikationen
  2. Lernorte
  3. Lernplattformen
  4. Projekte & Stiftungen
  5. Ausbildungsberufe

Die folgenden Angebotsbeschreibungen sind eng an die Selbstdarstellung der Anbieter angelehnt oder übernehmen diese sogar. Wir übernehmen keine Verantwortung für die dargestellten Angebote und die Inhalte der verlinkten externen Internetseiten.

Zusatzqualifikationen

In der Rubrik Weiterbildung 4.0 sind in den Bereichen umfangreiche Lehrgänge, duale Studiengänge, Veranstaltungsüberblicke und Weiterbildungsanbieter weitere digitalisierungsbezogene Qualifizierungsangebote und Veranstaltungen zu finden, die sich zum Teil auch an Auszubildende richten.

Zusatzqualifikation „Digitale Fertigungsprozesse“

Die Zusatzqualifikation (ZQ) "Digitale Fertigungsprozesse" gibt Auszubildenden die Möglichkeit, sich entlang der Wertschöpfungskette die Prozesse einer Smart Factory zu erarbeiten und sich damit Fachwissen für die zukünftigen Veränderungen im Sinne der Industrie 4.0 anzueignen. Die ZQ dauert 15 Monate und umfasst 200 Stunden. Sie findet an zwei Standorten in OWL statt: dem Carl-Miele-Berufskolleg für Technik in Gütersloh und dem Berufskollege Kreis Höxter in Brakel. Zusätzlich zu ihrem Berufsabschluss erhalten Teilnehmende bei erfolgreichem Abschluss ein IHK-Zeugnis und ein Zeugnis der Nachwuchsstiftung Maschinenbau "Zusatzqualifikation | Digitale Fertigungsprozesse".

Zielgruppen: Auszubildende technisch-gewerblicher Berufe des Maschinen- und Anlagenbaus
Bildquelle: it's OWL

BANG Lehrfabriken, Kreis Gütersloh

Das Berufliche AusbildungsNetzwerk im Gewerbebereich (BANG) hat im Kreis Gütersloh mehrere Lehrfabriken aufgebaut, die kleinen und mittleren Industrieunternehmen Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung ihrer Fachkräfte auf "Industrie 4.0"-Niveau bieten.

Lehrfabriken:

Zielgruppen: Auszubildende, Fachkräfte, An- und Ungelernte der metallverarbeitenden Industrie
Bildquelle: BANG

Labore am Carl-Miele-Berufskolleg, Gütersloh

Industrie 4.0, digitale Fertigungsprozesse, vierte industrielle Revolution - Möglichkeiten, die mit diesen Begriffen verbunden werden, können am Carl-Miele-Berufskolleg für Technik in Gütersloh abgebildet und ausgebildet werden. In verschiedenen Laboren für Automatisierungstechnik, Rechnergestützte Fertigung, Robotik oder Steuerungstechnik können mit modernen Einrichtungen und Maschinen aktuelle Technologien und Prozesse wie CAD-CAM-Technik, 3D-Druck, Zerspanungstechnik oder die RFID-basierte individuelle Herstellung/Montage auch mit Hilfe von Robotern vermittelt werden.

Zielgruppen: Schüler*innen des Berufskollegs von der Ausbildungsvorbereitung über die Berufsschule bis zur (Höheren)Berufsfachschule und dem Beruflichen Gymnasium in den Bereichen Technik und Informatik.
Bildquelle: Carl-Miele-Berufskolleg für Technik, Gütersloh

DAA/IZF Lernfabrik, Bad Oeynhausen

Das Innovationszentrum Fennel (IZF) bildet das gewerblich-technische Kompetenzzentrum der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) in OWL. Die dortige Lernfabrik ist ein Modell-Produktionsbetrieb, der zeigt, wie Automatisierung und Digitalisierung schon heute auch in kleinen und mittleren Unternehmen zum Einsatz kommen können. Sie bildet alle Schritte einer vollautomatisierten Prozesskette im Werkzeug- und Formenbau ab, so dass der gesamte Prozess von der CAD-Konstruktion bis zum fertigen Produkt erlern- und erlebbar ist.

Angebote:

Zielgruppen: Auszubildende, Umschüler*innen und Fachkräfte in industriellen Berufen
Bildquelle: DAA-IZF Lernfabrik und Produktion

Lernfabrik Lippe 4.0, Kreis Lippe

Mit dem Projekt Lernfabrik Lippe 4.0 wollen die vier Berufskollegs des Kreises Lippe, die Lippe Bildung eG sowie der Kreis Lippe/Eigenbetrieb Schulen an 5 Standorten unterschiedliche Aspekte der Arbeit 4.0 veranschaulichen.

Standorte:

Zielgruppen: je nach Standort Auszubildende und Fachkräfte in verschiedenen Berufen und Branchen
Bildquelle: Lernfabrik Lippe 4.0, cyberphysische Fabrik

    Mobile Learning in Smart Factories (MLS), Nachwuchsstiftung Maschinenbau

    Mobile Learning in Smart Factories (MLS) ist eine digitale Lernplattform, die hilft, Auszubildende individuell auf die Herausforderungen von Industrie 4.0 vorzubereiten. Vorgefertigte sowie von Ausbilder*innen selbst erstellte Aufgaben können auf der Plattform einzelnen Auszubildenden zugewiesen und von diesen bearbeitet werden. Die Plattform umfasst E-learnings, Wiki-Funktionalität, Bilder, Videos, Auszüge aus Fachliteratur, 3D-Modelle und eine Notizfunktion. Mit internetfähigen Endgeräten kann MLS überall auf der Welt genutzt werden. In Bielefeld werden mehrfach jährlich Workshops zum Einsatz von MLS angeboten.

    Zielgruppen: Auszubildende und ihre Ausbilder*innen sowie Berufsanfänger*innen im Maschinenbau
    Bildquelle: Nachwuchsstiftung Maschinenbau

    Bildung 4.OWL, OWL GmbH

    Das Projekt "Bildung 4.0WL" möchte dazu beitragen, die Menschen in OWL fit für die digitale Transformation zu machen und nimmt dafür die gesamte Bildungskette in den Blick (Laufzeit bis 07/2021). Zu den Aktivitäten im Bereich Ausbildung gehört die gemeinsame Initiierung und Entwicklung einer Projektwoche des Carl-Severing-Berufskollegs für Metall- und Elektrotechnik mit mehreren allgemeinbildenden Schulen. Im Rahmen des Projektwoche arbeiten Schüler*innen beider Schulformen gemeinsam zu Zukunftstechnologien. Dabei erhalten die Schüler*innen der allgemeinbildenden Schulen am CSBME auch einen Einblick in den Beruf des*der Fachinformatikers*in.

    Angebote: Industrie 4.0 Praxismodule | Kooperation allgemeinbildene Schulen & Berufskolleg/CSBME | Sensibilsierung und Qualifizierung von Lehrkräften | Schültertag Hannover Messe | Bildungsdialog | u.v.m.

    KungFu - Kunststoff goes Future, Lippe Bildung eG

    Das Jobstarter plus Projekt KungFu - Kunststoff goes Future beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Digitalisierung und Industrie 4.0 auf die Kunststoffwirtschaft in OWL und die dort anzutreffenden Ausbildungsberufe.

    Angebote:

    • Matching zwischen Ausbildungsinteressierten und Betrieben in der Region
    • Externes Ausbildungsmanagement für Unternehmen

    Zielgruppen: Unternehmen der Kunststoffwirtschaft und Ausbildungsinteressierte in OWL
    Bildquelle: Kung Fu - Kunststoff goes Future, Mitarbeiter Tobias Döhring, BIBB-Stand auf der re:publica 2019, Berlin

    Nachwuchsstiftung Maschinenbau

    Die Nachwuchsstiftung Maschinenbau wird vom Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDM) und dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und hat zahlreiche Angebote im Bereich Ausbildung 4.0.

    Angebote:

    • Zusatzqualifikation Digitale Fertigungsprozesse"
    • Lernplattform „Mobile Learning in Smart Factories (MLS)"
    • Zertifizierung beruflicher Schulen mit dem Qualitätszertifikat" für rechnergestützten Fertigung
    • Fortbildungen in den Bereichen Industrie 4.0 / CAD / CAM / CNC / Technologie / Blechbearbeitung / Robotik / Steuerungs- und Regelungstechnik / Methodik
    • Informationen zum Ausbildungsberuf Produktionstechnologe*in"
    • Ausbilderberatung

    Zielgruppen: je nach Angebot Auszubildende, Schüler*innen, Lehrer*innen und Ausbilder*innen aus dem Maschinen- und Anlagenbau
    Bildquelle: Nachwuchsstiftung Maschinenbau gGmbH

    Ausbildungsberufe in den Bereichen Informatik und Technik

    Der Ausbildung von MINT-Fachkräften kommt eine außerordentlich wichtige Rolle für die digitale Transformation der Wirtschaft zu (vgl. ZEW 2018). Das Berufenet, die Datenbank für Ausbildungs- und Tätigkeitsbeschreibungen der Bundesagentur für Arbeit, bietet nähere Informationen zu MINT-Berufen, so auch eine Übersicht und genauere Informationen zu den Ausbildungsberufen im Themenfeld Informatik und den Ausbildungsberufen im Themenfeld Technik. Damit sind Berufe gemeint, in denen Kenntnisse im Bereich Informatik bzw. Technik besonders wichtig für die Ausübung der Tätigkeit sind und Informatik bzw. Technik in vielen Teilen der Ausbildung eine zentrale Rolle spielt.
    Bildquelle:
    it’s OWL

    Angepasste Berufe in der Metall- und Elektroindustrie

    In mehreren Berufen der Metall- und Elektroindustrie sind zum 1. August 2018 Ausbildungsinhalte im Hinblick auf die digitale Transformation angepasst worden. Industrie 4.0 und digitales Arbeiten finden damit verstärkte Berücksichtigung in den folgenden Ausbildungsberufen:

    Industrielle Metallberufe
    Anlagenmechaniker*in
    Industriemechaniker*in
    Konstruktionsmechaniker*in
    Werkzeugmechaniker*in
    Zerspanungsmechaniker*in

    Industrielle Elektroberufe
    Elektroniker*in für Automatisierungstechnik
    Elektroniker*in für Betriebstechnik
    Elektroniker*in für Gebäude- und Infrastruktursysteme
    Elektroniker*in für Geräte und Systeme
    Elektroniker*in für Informations- und Systemtechnik

    Mechatroniker*in
    Bildquelle: it’s OWL

    Neuere Berufe mit Digitalisierungs-/Industrie 4.0-Bezug

    Neben angepassten 'klassischen' Berufen gibt es 'neuere' Ausbildungsberufe, die einen besonders hohen Bezug zur digitalen Transformation aufweisen. Darunter fallen zum Beispiel:

    Gewerblich-technische Berufe:
    Produktionstechnologe*in

    Kaufmännische Berufe:
    Kaufmann*frau E-Commerce

    Bildquelle: it’s OWL

    Ausbildungsberufe im Digitalisierungs-Screening

    Im Rahmen der Initiative „Berufsbildung 4.0 – Fachkräftequalifikationen und Kompetenzen für die digitalisierte Arbeitswelt von morgen“ von BMBF und BIBB wurde der Frage nachgegangen, wie sich digitale und vernetzte Technologien derzeit auf die Arbeitsaufgaben und Kompetenzen in 14 Berufen auswirken. Die Untersuchungsergebnisse sind inzwischen als kostenlose Downloads erhältlich.

    Einzelne Berufe im Screening
    Fachkraft für Lagerlogistik
    Industriekaufmann*frau
    Land- und Baumaschinenmechatroniker*in
    Landwirt*in und Fachkraft Agrarservice
    Maschinen- und Anlagenführer*in – Textiltechnik und Textilveredelung
    Mediengestalter*in Bild und Ton sowie Digital und Print
    Orthopädietechnik-Mechaniker*in
    Straßenbauer*in
    Verfahrensmechaniker*in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

    Vergleichende Gesamtstudie
    Branchen- und Berufescreening
    Bildquelle: it´s OWL