„Europa muss Eigentumsrechte der Daten im Sinne der Bürger regulieren“

8. Symposium Intelligente Gebäudetechnologien auf dem Campus Minden im Zeichen der Living Labs

Datenrechte bei den Firmen, in China sind sie in den Händen der Regierung. Wir in Europa müssen dafür sorgen, dass die Daten im Besitz derer sind, denen sie gehören: den Bürgern”.

In einer der drei Kurzbeiträge zu regionalen Beispielen erläuterte Martin Schnellhammer vom Living Lab „Wohnen und Pflege“ in Osnabrück Selfcare Ansätze. Dabei werden mithilfe von Sensorik, einer Onlineplattform und verschiedenen Eingabegeräten Pflegepersonal, Patienten und Ärzte stärker miteinander verknüpft und gesundheitliche Trends des Patienten effektiv ausgewertet. Sebastian Schriegel, vom Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo, stellte das Internet of Things-Reallabor für Mittelstädte vor. Am Beispiel des ÖPNV und der Parkplatzsituation in Lemgo erklärte er, wie Smart City Anwendungen in Mittelstädten eingesetzt und angenommen werden und wie mithilfe des Reallabors neue Innovationen entstehen. Jan Budke und Tim Wächter vom Institut für intelligente Gebäude (InfinteG) in Minden zeigten die Hürden auf dem wissenschaftlichen Weg zum möglichen Living Lab im Bereich Wohlbefinden am Arbeitsplatz und Brandschutzplanung: „Man kann sein Reallabor nicht in Brand setzen, um optimale Testbedingungen für eine dynamische Fluchtwegeleitung zu erhalten“, so Wächter.

Das Forum wurde genutzt, um sowohl über den Einsatz von moderner Sensorik in intelligenten Gebäuden, dem Feedback zwischen Nutzer und Technik und der Einbeziehung des Nutzers in die Technikplanung zu diskutieren.

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Mit dem Entwicklungszentrum Intelligente Gebäudetechnologien, kurz InteG e.V., hat sich am Campus Minden eine Plattform für Forschung und Praxis etabliert, um Ergebnisse für die menschenzentrierten Technologien der digitalisierten Zukunft zu erarbeiten.

Das Symposium Intelligente Gebäudetechnologien, das inzwischen zum 8. Mal stattfand, reiht sich ein in das Projekt „Klimaschutz, Energie und Bauen 4.0 des integrierten Handlungskonzepts OWL 4.0. und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW gefördert. Weiter wird es unterstützt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und ist Teil der Leistungsschau KlimaExpo.NRW. Initiatoren des Symposiums sind die Fachhochschule Bielefeld, der Kreis Minden-Lübbecke und Energie Impuls OWL e. V.

Ansprechpartner
Klaus Meyer
Energie Impuls OWL e.V., Geschäftsführer
T 0521 44818-371