Das ‚Dezentrale Labor OWL‘ startet mit 25 spannenden Angeboten zu Klimaschutz, Energiewirtschaft und energieeffizientem Bauen in OWL

Vernetzung und Digitalisierung werden bei der Gestaltung eines intelligenten Energiesystems für OWL zu Schlüsselkompetenzen. Das ‚Dezentrale Labor OWL‘ verschafft den Zugang zu aktuellen Themen, Produkten und Dienstleistungen 4.0 sowie Marktveränderung durch die Chancen der Digitalisierung.

Sven Müller und Carolin Pieper von Energie Impuls OWL e.V.
Carolin Pieper und Sven Müller im Gespräch mit Astrid Kleinkönig (OWL Arena 4.0)

„Mit unseren Angeboten vernetzen wir die interdisziplinären Themen mit Menschen aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Hintergründen und unseren vorhandenen realen Infrastrukturen“, erläutert Carolin Pieper von Energie Impuls OWL e.V. „Das ist wichtig, um die heute noch abstrakt erscheinenden Einzellösungen im Gesamtzusammenhang zu sehen und zu einem integrierten Konzept in den Bereichen Klimaschutz, Energie und Bauen zu entwickeln“, ergänzt ihr Kollege Sven Müller.

Als verantwortliche Projektmanager haben sie im letzten Jahr mit ihren Projektpartnern der FH Bielefeld, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und KlimaWoche Bielefeld e.V. aus der gemeinsamen Idee ein umfangreiches Angebot an Einblicken in relevante Eckpunkte eines integrierten Energiekonzepts erarbeitet. „Wir bieten eine große Vielfalt an Themen und Möglichkeiten an“, freut sich Pieper.

So gibt es Informationsveranstaltungen über technisch-digitale Veränderungen, neue Software-Tools, Nachhaltigkeitsanforderungen und rechtliche Bestimmungen in der Baubranche aber auch Workshopangebote und Exkursionen zu bereits vorhandener Bauinfrastruktur, um die Zusammenhänge zwischen  Energiebereitstellung, -wandlung und -nutzung, Einbindung von Erneuerbaren Energien und das Energiemanagement kennenzulernen. Die Angebote des  'Dezentralen Labor OWL' richten sich an Marktakteure und Anwohner, Nutzer oder einfach an interessierte, engagierte Bürger. Für Schülerinnen und Schüler werden ebenfalls Angebote und Exkursionen angeboten, um sie für die bevorstehenden Herausforderungen zu sensibilisieren und zur Entwicklung eigener Lösungen zu befähigen.

„OWL ist als Industriestandort und durch den Spitzencluster ‚it’s OWL‘ geradezu prädestiniert dazu, mit 4.0-Technologien, wie Selbstoptimierung, Big Data, Adaptivität und Robustheit die notwendigen Einzelkomponenten zu entwickeln, um den Strom- mit dem Wärme- und Mobilitätsmarkt zu verbinden und zu einem integrierten Energiekonzept zusammenzuführen,“ führt Sven Müller aus. An dieser Idee einer Energiesektorenkopplung arbeiten im Projekt „SynErgieOWL“ gerade zehn Akteure aus OWL. Mit Hilfe moderner, digitaler Informations-, Kommunikations- und Steuerungstechnik lässt sich das gesamte Energiesystem betrachten und miteinander verbinden: Wann wird wieviel Strom benötigt? Wieviel Strom steht zur Verfügung? Was kostet der Strom dann? Alle Informationen von der Erzeugung über den Transport bis zur Steckdose werden erfasst. Mit dieser ausgereiften Datenverarbeitung lässt sich ein 'intelligentes', effizientes Energiesystem aufbauen. Mehr zum Projekt „Energiesektorenkopplung“ hier!

„Auch zu diesem Thema werden wir noch weitere Angebote für unser ‚Dezentrales Labor OWL‘ entwickeln“, berichtet Carolin Pieper. „Nur mit einem breiten Verständnis in der Zivilgesellschaft über die komplexen Zusammenhänge lassen sich die Chancen der Digitalisierung zugunsten nachhaltiger Energiewirtschaftskreisläufe nutzen.“

Das Projekt Klimaschutz, Energie & Bauen ist das zweite Projekt innerhalb des OWL 4.0-Projektbündels, das sich direkt auch an Bürger richtet. Im Projekt Smart Country Side erarbeiten Bürger an 15 Modellorten passgenaue und bedarfsgerechte ‚smarte‘ Technologien, die die Lebensqualität im ländlichen Raum verbessern, die Dorfgemeinschaft und das persönliche Miteinander stärken.



Ansprechpartner
Carolin Pieper
Energie Impuls OWL e.V., Projektmanagement
T 0521 44818373